Oh Mann! Über 160.000 für ein 5,2 Meter langes Auto – Geely will wohl den Tisch umwerfen und als Brennholz verheizen!

Leute, hört bloß nicht auf das Geschwätz der Verkäufer von wegen „Premium-Erlebnis“ – das Kernverkaufsargument dieses Autos ist ein einziges Wort: GROSS!

5205 mm lang, 1999 mm breit – diese Maße waren vor ein paar Jahren die Eintrittskarte in die Millionärsklasse.

Und jetzt? Kriegt man das für unter 170.000 auf die Straße. Stellt diesen Galaxy M9 mal an den Straßenrand – der Nachbar mit seinem Li L6 kurbelt garantiert die Scheibe runter und lugt rüber, und denkt sich insgeheim: Warum ist der eigentlich noch eine Nummer größer als meiner?

Das ist die typische „Groß frisst Klein“-Taktik.

Viele zerbrechen sich noch den Kopf darüber, dass man mit einem Budget von etwas über hunderttausend nur einen kompakten SUV bekommt oder auf dem Gebrauchtwagenmarkt einen BBA ohne Garantie ergattern muss.

Der Galaxy M9 knallt dir einfach die drei Worte „Mittelklasse-Plus“ ins Gesicht. Käufer in Qingdao und Hangzhou können den Preis auf etwas über 160.000 herunterhandeln – das ist sogar günstiger als so mancher Kompakt-Verbrenner einer Joint-Venture-Marke.

Für alle, die zwei oder drei Kinder haben oder einfach nur das „Großwagen-Gefühl“ lieben, ist dieser Angriff aus einer höheren Dimension einfach tödlich.

Setzt man sich erst einmal rein, versteht man, warum dieses Auto drei Monate in Folge über 10.000 Einheiten verkauft hat.

Die 2+2+2-Anordnung ist derzeit das vernünftigste 6-Sitzer-Konzept – besonders die zweite Reihe mit Einzelsitzen und Beinstütze lässt an Komfort keine Wünsche offen.

Die Topversionen haben sogar Kühlschrank, großen Bildschirm und bequeme Sofasitze – dieses „New-Force-Trio“ hat Geely ebenfalls gelernt und teilt es großzügig aus.

Der Snapdragon-8295P-Chip sorgt dafür, dass das Infotainment nicht ruckelt – in dieser Preisklasse eine ehrliche Ausstattung. Man muss nämlich wissen: Viele Joint-Venture-Autos zum gleichen Preis nutzen noch Systeme aus dem letzten Jahrhundert.

Aber schaut nicht nur auf die Sofasitze und den langen Radstand – die mechanische Substanz dieses Autos ist der eigentliche Knackpunkt.

Das Thor-Plug-in-Hybrid-System, 1,5-T-Motor mit 3-Gang-DHT. Dieses System hat sich in vielen Geely-Modellen bewährt – die Leistung ist wirklich brachial.

Die Single-Motor-Version hat schon 245 PS, die Drei-Motor-Version drückt satte 707 PS auf die Straße und sprintet in 4,5 Sekunden auf 100.

Bei einem über 5 Meter langen Auto muss die Leistungsreserve einfach stimmen – sonst ist es „ein Ponys vor dem Karren“, und die Anfahrt ist so zäh, dass man an seinem Leben zweifelt.

Zum Glück stehen beim Galaxy M9 die Zahlen – selbst die Einstiegsversion beschleunigt in 7,3 Sekunden und lässt an der Ampel einen ganzen Haufen Verbrenner stehen.

Allerdings ist das 3-Gang-DHT-Getriebe konstruktiv komplex. Theoretisch vereint es Leistung und Verbrauch, aber Wartungskosten und Langzeitstabilität sind sicher nicht so sorgenfrei wie bei einem Ein-Gang- oder Range-Extender-Aufbau.

Ob diese komplexe Mechanik nach Ablauf der Garantie das Portemonnaie belastet, kann niemand mit Sicherheit sagen.

Einen Kritikpunkt muss ich noch loswerden: Die 18,4-kWh-Batterie der Einstiegsversion ist für so ein großes Auto schlicht „ein Tropfen auf den heißen Stein“.

Die CLTC-Reichweite beträgt nur 100 km – real, mit Abschlag, und im Winter mit Heizung, sind selbst 50 bis 60 km elektrisch schon ein Geschenk des Himmels.

Entweder man sucht täglich die Ladesäule oder man fährt ihn als Verbrenner. Zum Glück verträgt er 92-Oktan-Sprit, und 6 Liter Verbrauch bei leerem Akku sind auch nicht absurd – sonst würden die Betriebskosten einen zum Heulen bringen.

Für ein gutes Erlebnis muss man sich dann doch zur großen Batterie durchringen: 41,46 kWh, 230 km elektrische Reichweite – so sieht ein richtiges E-Auto aus.

Beim Fahrwerk: vorn Doppelquerlenker, hinten Fünflenker – an dieser Spezifikation gibt es nichts zu meckern. Die Topversion hat sogar eine intelligente Magic-Carpet-Luftfederung – so etwas war früher undenkbar.

Aber die Abstimmung ist entscheidend. Geely hat traditionell solide Fahrwerkskompetenz, doch dieses Auto ist so groß und schwer – die Wankneigung bei schnellen Kurven und die Nachschwingungen über Bodenwellen sind die eigentliche Prüfung für die Ingenieure.

Erwartet nicht, dass es Kurven fährt wie eine Limousine – mit diesem Auto sollte man entspannt bleiben und die Familie sicher ans Ziel bringen, das ist die eigentliche Aufgabe.

Was den Lidar und das Qianli-Haohan-H5-Fahrassistenzsystem angeht – in dieser Preisklasse ist das wirklich eine Überraschung.

Stadt- und Autobahn-Navigation sind unterstützt – ob man es nutzt, ist die eine Frage, ob es vorhanden ist, die andere. Zumindest auf Hardware-Ebene hat Geely diesmal volle Kanne Ehrlichkeit gezeigt.

Der größte Schmerzpunkt dieses Autos ist übrigens das PARKEN!!!

5,2 Meter Länge, 2 Meter Breite – in alten Wohnvierteln oder engen Tiefgaragen ist das schlicht ein Albtraum. Man muss vielleicht mehrmals vor- und zurücksetzen, um reinzukommen, und manchmal bangt man sogar, ob die Tür aufgeht.

Bevor man dieses Auto kauft, sollte man besser erst den eigenen Stellplatz ausmessen – nicht dass das Auto da ist und nicht reinpasst. Das wäre wirklich peinlich.

Der Galaxy M9 ist ein typisches „Eimer-Auto“ – und zwar ein vergrößerter Eimer. Mit extremem Preis-Leistungs-Verhältnis und übergroßen Dimensionen greift er den Mittelklasse-Plus-SUV-Markt an.

Er ist nicht perfekt: kleine Batterie in der Basis, zu groß zum Parken, komplexes 3-Gang-DHT – aber angesichts des Einstiegspreises von etwas über 160.000 scheinen diese Schwächen verzeihlich.

Für Käufer mit begrenztem Budget, aber zwingendem Bedarf an 6 Sitzen und großem Raum, die dazu noch ein grünes Kennzeichen wollen, ist dieses Auto derzeit nahezu die einzige Wahl auf dem Markt.

Vergleicht es nicht mit Luxusautos für 300.000 bis 400.000, was die Feinheit angeht – in dieser Preisklasse, mit dem, was geboten wird, was will man mehr?

Solange man die Parkprobleme durch die gewaltige Größe akzeptieren kann, ist dieses Auto der König der Preis-Leistung. Aber wer normalerweise allein zur Arbeit pendelt, sollte die Finger davon lassen – das wäre reine Selbstkasteiung.