Vor Kurzem hat GAC Aion mit dem Ray7, einer neuen vollelektrischen Mittelklasse-Limousine mit Coupé-Charakter, offiziell den Vorverkauf gestartet. Insgesamt werden 5 Ausstattungsvarianten angeboten, der Vorverkaufspreis liegt zwischen 128.800 und 158.800 Yuan.

Liebe Brüder und Schwestern, bei diesem Preis gibt es doch durchaus etwas zu sehen, oder was meint ihr?

Ehrlich gesagt bringt Aion diesmal nicht einfach nur ein neues Auto auf den Markt, sondern nutzt das zehnjährige Markenjubiläum, um die brandneue Ray-Serie vorzustellen und bringt dabei auch ein neues Logo, eine neue Designsprache und eine Reihe technischer Ausstattungen mit.

Um es klar zu sagen: Aion möchte diesmal sein Image wandeln, damit die Leute beim Namen Aion nicht nur an Familienautos und Ride-Hailing-Fahrzeuge denken.

Natürlich wird sich erst zeigen, ob sich die Wahrnehmung der Leute wirklich ändern lässt – das hängt von Produkt und Marktleistung ab, und mit nur einem Auto dürfte das kaum so einfach sein.

Zunächst zum Äußeren: Der Ray7 unterscheidet sich tatsächlich etwas von früheren Aion-Modellen.

Die Frontpartie verwendet eine durchgehende Lichtleiste im Ring-Design, in der Mitte prangt das neue englische Aion-Logo, und die Scheinwerfer auf beiden Seiten sind in das Gesamtdesign integriert.

Die Fahrzeugseite zeigt eine Fastback-Silhouette, kombiniert mit halbversenkten Türgriffen, fünfspeichigen Doppelrädern und gelben Bremssätteln – Sportlichkeit ist vorhanden.

Auch das Heck verwendet ein durchgehendes Rücklichtband, das mit der Front korrespondiert.

Dazu kommen die zwei Farbvarianten „Blitzgelb" und „Mitternachtslila" – zumindest nach dem aktuellen Design zu urteilen, will man damit junge Leute ansprechen.

Bei den Abmessungen betragen Länge, Breite und Höhe des neuen Fahrzeugs 4960/1900/1455 mm, der Radstand liegt bei 2920 mm, es ist als Mittelklassefahrzeug positioniert.

Diese Größe ist im Vorverkaufspreisbereich von 120.000 bis 160.000 Yuan tatsächlich recht attraktiv.

Kleiner Acht, ich finde, das Clevere an Aion ist diesmal, zuerst die Fahrzeuggröße und die Coupé-Form auf den Punkt zu bringen, damit Verbraucher den Unterschied auf den ersten Blick erkennen.

Wirklich diskutierenswert sind aber das Fahrwerk und der E-Antrieb.

Der Ray7 nutzt eine vollelektrische Heckantriebsplattform und ist mit dem Huawei Drive ONE Elektroantriebssystem ausgestattet; der Motor leistet maximal 180 kW und bietet ein maximales Drehmoment von 235 N·m.

Bei der Batterie werden zwei Kapazitäten angeboten: 45,58 kWh und 62,98 kWh, mit CATL-Batterien und der integrierten Aion Magazin-Batterie-2.0-Technologie; die CLTC-Reichweite beträgt jeweils 530 km und 702 km.

Wie viel auf der realen Straße tatsächlich drin ist, hängt natürlich von Wetter, Geschwindigkeit und Fahrstil ab – man darf die CLTC-Reichweite nicht direkt als reale Reichweite ansehen.

Außerdem hat Aion schon früher stets die Sicherheitstechnologie der Magazin-Batterie beworben.

Laut offiziellen Angaben wurde diese Technologie in über 1,5 Millionen Fahrzeugen verbaut, die sicher mehr als 160 Milliarden Kilometer zurückgelegt haben.

Dass der Ray7 nun weiterhin die Magazin-Batterie 2.0 verwendet, zeigt zumindest, dass Batteriesicherheit nach wie vor ein Verkaufsargument bleiben soll, das man betonen möchte.

Dazu kommt das offizielle „Drei-Verantwortlichkeiten"-Versprechen, das sich auf Selbstentzündung bei E-Antriebsproblemen, übermäßige Batteriedegradation und Unfälle beim intelligenten Parken bezieht – tatsächlich ein Versuch, die Bedenken der Verbraucher zu verringern.

Aber man sollte auch beachten, wie das Versprechen konkret umgesetzt wird und unter welchen Bedingungen es gilt – letztlich zählen die offiziellen Bedingungen, und man sollte nicht nur aufgrund einer Werbeaussage glauben, dass in allen Fällen bedingungslos gehaftet wird.

Beim Fahrwerk verwendet dieses Fahrzeug eine Aluminium-Mischbauweise mit vorderer Doppelquerlenker- und hinterer Fünf-Lenker-Aufhängung, zudem FSD-adaptive Dämpfer und vordere sowie hintere Stabilisatoren.

Offiziell wird zudem auf Erfahrung aus der Alfa-Romeo-Fahrwerksabstimmung sowie auf das Huawei iTRACK intelligente Drehmomentkontrollsystem verwiesen.

Beim Bremssystem kommt die HUAWEI DriveONE EMB vollständig elektrische Bremsanlage zum Einsatz; der offiziell angegebene Bremsweg aus 100 km/h beträgt 33 Meter.

Aber kleiner Acht meint: Ob ein Fahrwerk gut ist, lässt sich nicht allein an Namen der Aufhängung und Datenblättern ablesen.

Ob es über Bremsschwellen hart poltert, ob der Aufbau bei schnellen Spurwechseln stabil bleibt, ob man in aufeinanderfolgenden Kurven Vertrauen hat – das sind die Dinge, die Verbraucher wirklich spüren.

Kommen wir zum intelligenten Fahren – das ist wohl die Karte, die der Ray7 diesmal am stärksten ausspielen will.

Das neue Fahrzeug ist mit 27 fahrzeugtauglichen Sensoren mit vollem Rundumblick ausgestattet, darunter ein 192-Linien-Lidar und 3 4D-Millimeterwellen-Radare, und nutzt ein Großmodell, das aus derselben Quelle stammt wie das L4-Robotaxi von WeRide.

Laut offizieller Darstellung kann es komplexe Szenarien bewältigen wie das Durchfahren von innerstädtischen Dörfern, Wenden auf einer Fahrspur, Ausweichen über die Gegenfahrbahn sowie von Parkplatz zu Parkplatz; zudem werden die Suche nach einem nahegelegenen Parkplatz, das Passieren von Schranken und das Einparken in schwierige Parklücken unterstützt.

Wenn diese Systeme in der Praxis das Niveau der Werbung erreichen, wäre das für den Alltag tatsächlich hilfreich.

Besonders in alten Wohnvierteln, auf engen Straßen und dort, wo Parkplätze knapp sind, fehlt es oft nicht an Leistung, sondern daran, dass man leicht hineinkommt, aber schwer wieder heraus.

Dennoch sollten Brüder und Schwestern eines klar unterscheiden: Ein Algorithmus aus derselben Quelle wie ein L4-Robotaxi bedeutet nicht, dass dieses Serienfahrzeug über L4-autonomes Fahren verfügt.

Die konkreten Assistenzfunktionen, Einsatzbereiche und die Verantwortung des Fahrers richten sich nach der endgültigen Serienversion und den offiziellen Angaben.

Im Innenraum setzt das neue Fahrzeug auf ein umschließendes Cockpit-Design mit einem dreispeichigen Multifunktionslenkrad, einem schmalen LCD-Instrumentendisplay, einem schwebenden Zentralbildschirm und durchgehenden Lüftungsdüsen; außerdem gibt es kabelloses Laden fürs Smartphone, integrierte Sportsitze vorn und ein dreilagig versilbertes Sonnenschutzdach.

Die Gesamtidee ist klar: Sportlichkeit und Technologie sollen gleichermaßen vermittelt werden.

Andererseits ist der Druck, dem der Ray7 wirklich gegenübersteht, durchaus nicht klein.

Als ebenfalls vollelektrische Coupé-Limousine hat der Xiaomi SU7 Leistung und das Mensch-Auto-Haus-Ökosystem als Verkaufsargumente, während der Shangjie Z7 auf das Technologiesystem und das Nutzerökosystem von HarmonyOS Intelligent Driving zurückgreifen kann.

Beide haben ihre eigenen Markenvorteile; will der Ray7 Kunden gewinnen, reicht es nicht, nur auf Größe und viele Ausstattungen zu setzen.

Seine derzeit klareren Vorteile sind der niedrigere Vorverkaufspreis, die übergroßen Fahrzeugabmessungen und die Tatsache, dass Batteriesicherheit, Fahrwerkshardware und hochrangige Fahrassistenz in einem Fahrzeug vereint sind.

Aber die Schwächen lassen sich auch nicht verschweigen.

Ob die Markenpopularität von Aion bei jungen Verbrauchern und die Erfahrung im Bereich intelligenter Cockpits und szenenübergreifender Ökosysteme ausreichen, um mit diesen Konkurrenten mitzuhalten, muss der Markt noch zeigen.

Zum Schluss noch eines: 128.800 bis 158.800 Yuan sind nur der Vorverkaufspreis, nicht der endgültige Marktpreis; spätere Vergünstigungen, die Verteilung der Ausstattungen und die tatsächlichen Unterschiede zwischen den Varianten können alle beeinflussen, wie Verbraucher wählen.

Persönlich finde ich, dass der Ray7 diesmal tatsächlich den ernsthaften Willen von Aion zur Transformation zeigt.

Er spricht nicht nur über Design und nicht nur über Reichweite, sondern legt den Schwerpunkt auf Fahrwerk, E-Antriebssicherheit und intelligentes Fahren.

Ob sich ein Auto aber wirklich verkauft, entscheidet nie allein die Ausstattungsliste.

Was Verbraucher letztlich interessiert, ist, ob der Preis passt, wie es sich fährt und ob es über Jahre hinweg sorgenfrei bleibt.

Kann Aion sich diesmal mit dem Ray7 von seinem alten Etikett lösen?

Ich finde, man darf gespannt sein, aber es ist noch nicht der Zeitpunkt für ein Fazit.

Warten wir die offizielle Preisbekanntgabe ab und schauen dann, ob es diese technischen Vorteile wirklich in Gründe verwandeln kann, für die Verbraucher bereit sind, Geld auszugeben.