Im Automobilmarkt erfreuen sich A-Klasse-Familien-SUVs seit jeher großer Beliebtheit – schließlich möchte jeder ein Auto mit passendem Platzangebot, das wirtschaftlich und praktisch ist. Wer vor fünf Jahren einen Familien-SUV kaufte, achtete vielleicht noch stark auf Joint-Venture-Modelle deutscher oder japanischer Marken, doch mit dem Aufstieg der chinesischen Automobilhersteller und der Reifung der Konsumgewohnheiten achten immer mehr Menschen nicht nur auf die Marke, sondern auch auf die ausgewogene Gesamtleistung eines Modells. Besonders im Markt für Familien-SUVs zwischen 100.000 und 150.000 Yuan wünschen sich alle einen günstigen Preis, ohne bei Qualität und Sicherheitsausstattung Kompromisse eingehen zu müssen.

Heute vergleichen wir zwei beliebte Modelle unter den A-Klasse-Familien-SUVs und schauen, ob der neue Boyue oder der Toyota Frontlander die bessere Wahl ist – insbesondere in puncto Sicherheit, wer hier die Nase vorn hat.

Beginnen wir mit dem Preis, der alle am meisten interessiert. Der neue Boyue kostet zwischen 85.900 und 106.900 Yuan, zum Markteinführungspreis von 78.900 bis 99.900 Yuan. Der Toyota Frontlander hat eine offizielle Richtpreisempfehlung von 125.800 bis 184.800 Yuan. Preislich ist der neue Boyue eindeutig attraktiver und liegt rund 50.000 Yuan unter dem Frontlander. Für Familien mit begrenztem Budget ist das ein nicht unerheblicher Unterschied.

Der Fairness halber vergleichen wir zwei Modelle mit ähnlichem Ergebnis: den neuen Boyue 2026 1.5TD „Zhi’ai“-Edition zum limitierten Preis von 99.000 Yuan (im Folgenden „neuer Boyue“) und den Frontlander 2024 2.0L CVT Leading Edition zum Händlerangebot von 101.800 Yuan (im Folgenden „Frontlander“). Beachten Sie, dass wir hier vom Händlerangebot sprechen, was in etwa dem Endverkaufspreis des Frontlander entspricht. Daran sehen wir, dass der Frontlander selbst nach Endrabatt noch einige Tausend Yuan teurer ist als der neue Boyue. Der Preis ist jedoch nur ein erster Anhaltspunkt – entscheidend ist das Preis-Leistungs-Verhältnis, also welche Ausstattung und welchen Wert das Fahrzeug zu diesem Preis bietet.

Beim Außendesign sind die Geschmäcker verschieden. Der neue Boyue verwendet die Designsprache „Neue chinesische Wohnästhetik“, mit einem „Lange Brücke über welligem Wasser“-Kühlergrill und einer 2,05 Meter durchgehenden Lichtleiste, kombiniert mit „Mondumarmender Trägerbalken“-Zierleisten, was einen großzügigen und kulturell ansprechenden visuellen Eindruck erzeugt.

Die Seite wird durch ein schwebendes schwarzes Dach und versenkte Türgriffe mit fließenden Linien gezeichnet, die Radkästen sind verbreitert und mit 19- oder 20-Zoll-Rädern bestückt, der Luftwiderstandsbeiwert liegt bei nur 0,29 Cd. Der gerade Heckspoiler und die matrixartige durchgehende Heckleuchte korrespondieren mit der Front, schwarze Zierblenden und ein Diffusor verstärken den sportlichen Charakter. Die Karosserie ist in neuen chinesischen Farben wie Glasurblau und Gassenweiß erhältlich, das sechslagige Lackierverfahren bietet eine ansprechende Textur und Eleganz.

Der Frontlander hingegen verwendet die typische Toyota-Frontpartie, das Design ist eher konventionell, zeitlos aber ohne Frische. Zudem wirken die Halogenscheinwerfer in einer Zeit, in der LED-Scheinwerfer dominieren, wenig modern, und auch die Lichtausbeute ist etwas schwächer.

Was das Äußere betrifft, ist dies reine Geschmackssache. Der Boyue entspricht eher dem Geschmack junger Familien, während der Frontlander eher für Käufer geeignet ist, die klassisches Design bevorzugen.

Setzt man sich ins Innere, werden die Unterschiede zwischen den beiden Fahrzeugen noch deutlicher. Der Innenraum des Geely Boyue tendiert zu einem technologisch-luxuriösen Stil, die Mittelkonsole ist sinnvoll angeordnet, alle Funktionstasten sind gut erreichbar. Bemerkenswert ist, dass der neue Boyue im Bereich des intelligenten Cockpits deutliche Verbesserungen gegenüber dem 24er-Modell aufweist: Serienmäßig sind ein 14,6-Zollgroßer Bildschirm und das Flyme Auto 1.8 Infotainmentsystem an Bord, angetrieben vom Qualcomm Snapdragon 8155 Chip, was schnellere Reaktionen und flüssigere Bedienung ermöglicht. Zudem werden Funktionen wie Multitasking im kleinen Fenster, KI-Sprachinteraktion, Gestensteuerung und Fernverbindung zum Smartphone unterstützt – ob man im Auto eine Serie schauen oder kleine Büroaufgaben erledigen möchte, all das ist mühelos möglich.

Der Innenraum des Frontlander ist typisch Toyota und legt Wert auf Praktikabilität, doch bei der Vermittlung von Technologiegefühl ist er dem neuen Boyue etwas unterlegen. Der 10,25-Zoll-Mittelbildschirm wirkt im Vergleich zum 14,6-Zoll-Bildschirm des neuen Boyue deutlich bescheidener, zudem ist das Infotainmentsystem funktional weniger umfangreich und die Bedienung weniger angenehm als beim Boyue.

Außerdem verfügt der neue Boyue über einen digitalen Bluetooth-Schlüssel, mit dem der Besitzer über die App fünf virtuelle Schlüssel an Familienmitglieder weitergeben kann – praktisch und flexibel. Das 50W kabellose Schnellladen mit Luftkühlung ist ebenfalls eine sehr nützliche Ausstattung, mit der man das Smartphone auf dem Arbeitsweg vollständig aufladen kann.

Der Frontlander ist bei diesen intelligenten Ausstattungen relativ einfach gehalten. Für Grundbedürfnisse reicht es, doch für technikbegeisterte junge Familien könnte es nicht ausreichen.

Bei der Raumgröße: Die Karosserieabmessungen des neuen Boyue betragen 4549×1865×1650 mm, der Radstand 2707 mm. Der Frontlander misst 4485×1825×1620 mm mit einem Radstand von 2640 mm. Man sieht, dass der neue Boyue bei Länge, Breite und Höhe überlegen ist, der Radstand ist 67 mm länger als beim Frontlander – einfach gesagt, der neue Boyue bietet besseren Innenraum.

Der neue Boyue hat eine Raumausnutzungsrate von 85,4 %, auch der Innenraum wurde optimiert: 1034 mm Beinfreiheit vorne, 46 mm Kopffreiheit vorne, 147 mm Kniefreiheit hinten und 37 mm Kopffreiheit hinten sind alle besser als beim Frontlander. Vielleicht sind Sie nicht so zahlenaffin – einfach gesagt: Wenn drei 1,80 m große Freunde hinten Platz nehmen, könnte es beim Frontlander „Schulter an Schulter“ eng werden, beim neuen Boyue nicht. Beim Frontlander bleibt hinten nur etwas mehr als eine Faustbreite Beinfreiheit, beim neuen Boyue sind es mehr als zwei Faustbreiten. Zudem wurde das Sitzpolster der Rücksitze des neuen Boyue verlängert (525 mm), was bessere Beinunterstützung bietet und auf langen Fahrten ein ermüdendes Hängen der Beine verhindert.

Kommen wir zum Sitzkomfort: Der neue Boyue verwendet Ledersitze, der Frontlander Stoffsitze. Außerdem sind die Vordersitze des neuen Boyue elektrisch verstellbar, mit Heizung, Belüftung und Memory-Funktion (Fahrersitz), während beim Frontlander alle Sitze nur manuell verstellbar sind und weder Heizung noch Belüftung bieten. Relativ gesehen ist der neue Boyue bei Bedienkomfort und Behaglichkeit überlegen. Beim Stauraum: Der neue Boyue bietet bis zu 37 Ablagemöglichkeiten im Innenraum – für kleine Gegenstände wie Smartphone, Becher oder Regenschirm findet sich immer ein passender Platz: Kartenfächer an den Rückenlehnen für Reiseführer, Haken an der Decke und an der B-Säule für Fototaschen, obere und untere Ablagefächer in den Türverkleidungen, doppelte Smartphone-Ablagen und viele weitere geheime Stauräume decken verschiedenste Bedürfnisse ab.

Der Kofferraum des neuen Boyue fasst 580 L, der des Frontlander 438 L – das heißt, auf einer Selbstfahrer-Reise kann der neue Boyue zwei große Koffer mehr unterbringen. Zudem hat der neue Boyue ein 75 L großes unteres Staufach, in dem man Wertsachen aufbewahren kann – die zweistufige Aufteilung sorgt für mehr Ordnung.

Beim Antrieb: Der neue Boyue ist mit einer 1,5T + 7DCT-Kombination ausgestattet, die maximale Leistung beträgt 133 kW, das Spitzendrehmoment 290 N·m – beim Überholen und Spurwechsel in der Stadt agiert er zügig und entschlossen. Der WLTC-Verbrauch liegt bei 6,44 L, Leistung und Kraftstoffeffizienz sind gut ausbalanciert.

Der Frontlander verwendet einen 2,0-L-Saugmotor mit CVT-Getriebe (simulierte 10 Gänge), maximale Leistung und maximales Drehmoment betragen 126 kW bzw. 205 N·m. Im Vergleich dazu ist die Leistungsentfaltung des neuen Boyue kräftiger – ob schnelles Beschleunigen in der Stadt oder Überholen auf der Autobahn, der Boyue vermittelt ein souveräneres Fahrerlebnis. Zudem verwendet der neue Boyue eine Mehrlenker-Hinterradaufhängung, während der Frontlander eine Verbundlenkerachse hat – bei unebenen Straßen oder Geschwindigkeitsbegrenzungen filtert der Boyue Stöße besser, die Insassen fühlen sich wohler und die Fahrstabilität ist höher.

Kommen wir nun zum wichtigsten Punkt – der Sicherheit. Betrachten wir zunächst die passive Sicherheit, die letzte Verteidigungslinie der Fahrzeugsicherheit. Der Frontlander ist mit einem vorderen Aluminium-Aufprallträger und einem hochfesten hinteren Aufprallträger ausgestattet, was die Aufprallkraft bei einer Kollision bis zu einem gewissen Grad abmildern kann. Der neue Boyue bietet nicht nur einen hochfesten vorderen und hinteren Aufprallträger, sondern auch ein Kleeblatt-Kraftableitungssystem, das bei einer Kollision die Aufprallkraft besser verteilt und die Verletzung der Insassen reduziert. Zudem wird ein 1500-MPa-Integral-Heißform-Borstahl-Türring verwendet, der die Steifigkeit der Karosserie erheblich erhöht – als hätte die Karosserie eine feste Rüstung angelegt. Bei der passiven Sicherheitsausstattung ist der Boyue umsichtiger aufgestellt.

Bei der aktiven Sicherheit bietet der Frontlander Funktionen wie Spurhalteassistent, Notfall-Spurhalteassistent, ICC intelligenter Tempomat, 540°-Transparentfahrwerk, Fußgängerkennungsschutz und Verkehrszeichenerkennung, die im Alltag unterstützend wirken und das Unfallrisiko etwas verringern können.

Der neue Boyue bietet zusätzlich zu den genannten Funktionen noch den LCA-Spurwechselassistenten: Wenn man die Spur wechseln möchte und sich ein Fahrzeug auf der Nebenspur nähert, wird rechtzeitig gewarnt, um eine Kollision zu vermeiden. Das DOW-Türöffnungswarnsystem ist ebenfalls praktisch – es verhindert, dass Insassen beim Öffnen der Tür mit herannahenden Fahrzeugen oder Fußgängern kollidieren. Die Totwinkelüberwachung behält stets den blinden Fleck im Blick; Heckkollisionswarnung und Querverkehrswarnung hinten erhöhen die Sicherheit beim Rückwärtsfahren oder bei Annäherung von hinten zusätzlich. Man kann sagen, dass der Boyue bei der aktiven Sicherheitsausstattung umfangreicher ist als der Frontlander und dem Fahrer umfassenderen Schutz bietet.

Abschließend noch zur Materialsicherheit. Die Sicherheit der Innenraumumgebung ist ebenfalls nicht zu vernachlässigen, schließlich verbringen wir die meiste Zeit im Auto. Der Frontlander verwendet eine nicht mutter-kind-taugliche Gesundheitskabine. Der neue Boyue hingegen bietet eine mutter-kind-taugliche Gesundheitskabine: Das gesamte Fahrzeug verwendet zu 100 % umweltfreundlichen wasserbasierten Kleber, auch die Dämmmaterialien bestehen zu 100 % aus umweltfreundlichen Materialien, was Gerüche und Schadgase im Innenraum wirksam reduziert und den Insassen – besonders älteren Menschen, Kindern und Schwangeren – eine gesündere und angenehmere Umgebung bietet.

Zum Schluss:

Insgesamt sind sowohl der neue Boyue als auch der Toyota Frontlander gute A-Klasse-Familien-SUVs. Doch im Vergleich in verschiedenen Bereichen, insbesondere bei intelligenten Ausstattungen, Raumangebot und Sicherheitsleistung, zeigt der neue Boyue mehr Vorteile. Auch preislich bietet der neue Boyue ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis – für weniger Geld bekommt man großzügigeren Innenraum, umfangreichere Sicherheitsausstattung und ein besseres intelligentes Erlebnis. Wer ein Budget von rund 100.000 Yuan hat und einen in allen Belangen ausgewogenen Familien-SUV sucht, für den ist der neue Boyue möglicherweise die bessere Wahl. ⟦110⟧